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Zur Mahnwache für die Opfer des Terrors am 24. März 2006

Liebe Freunde,

wir vom Marburger Runden Tisch der Religionen haben angesichts der aktuellen Terroranschläge in Brüssel zu dieser gemeinsamen Mahnwache eingeladen. Gleichzeitig dürfen wir auch die Opfer in Istanbul und Ankara nicht vergessen und die vielen in Paris vor nur vier Monaten.

Lassen Sie uns heute gemeinsam inne halten, der Opfer und ihrer Angehörigen gedenken, unserer Solidarität mit den Opfern und Betroffenen und unserer Abscheu vor den Tätern Ausdruck verleihen.

Wir wollen über Religionsgrenzen hinweg zusammenzustehen und zeigen, dass uns viel mehr verbindet als trennt.

Wir wollen gemeinsam schweigen und auch unserer Fassungslosigkeit eine Stimme geben.

Wir wollen gemeinsam unser Gesicht zeigen und uns offen zu unseren Überzeugungen und Werten stehen.

Wir stehen gemeinsam ein für Artikel 1 unseres Grundgesetzes:

„Die Würde jedes Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist unsere gemeinsame Verpflichtung. Wir bekennen uns zu den unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.“

Die Terroranschläge, die uns gerade in den letzten Monaten auch in Europa sehr nahe kommen – unter denen aber viele Menschen auf der Welt schon viel länger zu leiden haben, sind Anschläge auf unsere Demokratie und unsere Werte, ausgeführt von Feinden der offenen Gesellschaft.

Sie dürfen niemandem Anlass bieten um Stimmung zu machen gegen Flüchtlinge, gegen Ausländer oder gegen den Islam. Auch diejenigen, die das tun sind Feinde unserer offenen und toleranten Gesellschaft.

Vielmehr müssen wir ihnen unseren unverbrüchlichen Zusammenhalt entgegensetzen.

Um es mit den Worten der ARD-Journalistin Monika Wagener zu sagen: "Wer das Geschäft dieser Terroristen nicht unterstützen will, sucht jetzt erst recht den Schulterschluss mit allen friedliebenden Menschen - egal welcher Religion. Nur das kann den Sumpf trocken legen. Einen anderen Schutz gibt es nicht."

Was wir hier und heute tun ist vielleicht nur ein kleines Zeichen, aber jede kleinste Flamme bringt Licht in die Finsternis und vermag es andere anzustecken.

Und wir, die wir tolerant und weltoffen sind, die helfen möchten und uns engagieren, sind viel mehr als die, die Gewalt propagieren und Hetze verbreiten, mehr als die, die Gegner der Demokratie sind. Lassen Sie uns das immer offen zeigen!

In diesem Sinne danke ich Ihnen für Ihr Kommen und möchte uns allen Mut machen den Geist des guten Miteinanders als Licht in unseren Alltag zu tragen und dort für andere ein Beispiel zu sein.

Monika Bunk für den Runden Tisch der Religionen Marburg

Bisherige Themen der Gesprächsabende

2020

Kopf, Hand und Herz - Intellekt, Dienstbarkeit und Mystik

2019

Musik

Glaube Liebe Lust - Sexualität in den Religionen

Wie wird man Christ, Muslim, Buddhist, Baha'i, Jude ..."

Medizinische Ethik an der Grenze des Lebens

Ethik ist ein Teilgebiet der Philosophie. Gerade die Medizinische Ethik interessiert religiöse Menschen in besonderem Maße. Wissenschaftlicher Fortschritt ermöglicht unter anderem eine erstaunliche Lebensverlängerung, Ersatzorgane und neue Gelenke, Schmerzfreiheit und sogar ein Abschalten des Bewusstseins (terminale Sedierung) am Lebensende. Um nicht im Elfenbeinturm der Philosophie zu verharren, wurden bei dieser Veranstaltungen ganz praktisch und pragmatisch über Schmerzlinderung und Sterbehilfe entsprechend des jeweiligen Glaubens nachgedacht. Welchen Sinn haben Krankheit, Behinderung, Schmerz und Tod? Wann fängt das Leben an und wann hört es auf? Gehört unser Körper uns alleine? Welche ethischen und religiösen Überlegungen gibt es zur Organspende? - Den Beiträgen der verschiedenen Religiosvertreter und anschließender Diskussion ging ein Impulsreferat des Allgemein- und Palliativmediziners Dr. med. Bernardo Fritzsche voraus.

2018

Kontemplation, Gebet und Spiritualität

Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Gebet und Kontemplation - ein persönlicher Austausch.

Umgang mit Emotionen

Was sagt meine Religion zum Umgang mit Emotionen? Nicht für alles ist dies eine Frage der Religion.

 

Frauenbilder - Frauenbiographien

Was haben Maria, Teresa von Avila, Dorothy Beecher Baker, Fatima al Fihri und Yeshe Tsogyal von Kharchen gemeinsam? Sie alle sind wichtige Persönlichkeiten der jeweiligen Religionsgemeinschaft. Diese Frauen sind Vorbilder im Glauben und in ihrer Spiritualität. Doch wie lebten sie? Woher kamen sie? Was machte sie aus?

2017

Literarischer Abend mit lyrischen, poetischen Texten und Musik

Ist der Glaube auch Poesie? Viele fassen ihre religiösen Erfahrungen in Worte. Worte, die unter die Haut gehen und unser Gefühl direkt ansprechen. Durch sprachliche Bilder werden Glaubensinhalte klarer und verstehbarer. Psalmen, Kasside, Sprüche, Zitate, Aphorismen und Gedichte erklangen an diesem Abend erklingen.

Verführungen und Versuchungen. ... vom Schönen, Bösen und den Anfechtungen

Mara, der König des Bösen - so die Legende - schickte seine Töchter, Buddha zu verführen und vom Weg der Erleuchtung abzubringen. „….und führe uns nicht in Versuchung“ beten Christen im Vaterunser. Sind Verführungen per se schlecht? Kann das Schöne und Gute zu guten Werken reizen? Führt das Schlechte zu Bösem oder kann aus Bösem gar Gutes erwachsen?

Gemeinsam Beten!? Chanchen udn Grenzen gemeinsamer religiöser Feiern

Interreligiöse Friedensgebete, Schulanfangsgottesdienste und Lehrveranstaltungen werden in Deutschland seit vielen Jahren veranstaltet. Auch in Marburg haben sich auf dem Marktplatz, der alten Universität und der Thomaskirche ReligionsvertreterInnen zu multireligiösen Feiern getroffen. Sie lesen Texte ihrer Religionsgemeinschaft oder sprechen Gebete, die alle mitsprechen können. An diesem Gesprächsabend ging man der Frage nach, ob und wie gemeinsames religiöses Feiern möglich ist.

2016

Konvertiten - Übertritt in eine andere Religion

Nächstenliebe - Glaubensinhalt oder praktische Tat?

Das Geschlechterverhältnis in den Religionen

Ehe und Heirat - Bedeutung und Rituale

2015

Willensfreiheit - Macht und Ohnmacht des eigenen Willens

Segen

Mystik

2014

Besinnung und Askese

Religion und Lebensfreude

Beten und Metitieren - wozu?

2013

Fundametalismus

Welchen Sinn hatt Leiden?

Was kommt nach dem Tod. Jenseitsvorstellungen in den Religionen

2012

Sterbebegleitung

Über den Ursprung der Erlösung

2011

Humor in den Religionen

Religionswechsel

2010

Welches Fest in meiner Religion ist mir besonders lieb

Ökumenische Bemühungen innerhalb der Weltreligionen

Märtyrertum in den Religionen

Die Bedeutung des Glaubens - Eine Anfrage aus dem Buddhismus

Das Kreuz mit dem Kreuz - Das anstößige Symbol im Christentum

2009

Was stört uns aneinander? - Anstößige Themen in den 'anderen' Religionen

Das Vaterunser-Gebet des Christentums

5. Mose 6, 4-9 - Ein zentraler Text aus der jüdischen Tradition

Einführung in zentrale Texte der Bahi'ì-Religion

Das Herzsutra im Buddhismus

Die Sure 1 - Ein zentraler Text aus der islamischen Tradition

2008

Die aktuelle Situation im Gaza-Gebiet - Demonstration in Marburg

Die Bedeutung der eigenen Religion für die Gesellschaft

Gelebter Glaube in der säkularen Welt

Selbständigkeit und Mündigkeit in den Religionen

Das Verhältnis zwischen den Generationen in der Religion

Missionsverständnis aus christlicher Sicht

Mission

2007

Das Chanukkafest in der jüdischen Gemeinde

Bildung im religiösen Kontext

Vergeltung und Vergebung

Essen und Fasten

Ursprung und Grenze unserer Freiheit im Hinblick auf die Umwelt

Religion und Umwelt

2006

Wo beginnt die Beleidigung meiner Religion? - Die Frage nach dem gegenseitigen Respekt und nach der Grenze der Meinungsfreiheit

Symbol "Wasser"

Symbol "Weg"

Symbol "Licht"

Bisherige öffentliche Veranstaltungen


 

2019-11-12 - "Bestattungskulturen"- im Historischen Rathaussaal Marburg

Vorgestellt wurden spezifische Bestattungsformen und Rituale unterschiedlicher Religionen, die bem Abschiednehmen von Verstorbenen praktiziert werden. Beisammensein dient der gemeinsamen Erinnerung an das Leben des Verstorbenen und Trauerbewältigung für die Hinterbliebenen. Begräbnisse haben schon in frühen Kulturen eine wichtige Rolle gespielt. Vorschriften und Traditionen regeln Bestattungen. Es kam auch zur Sprache, welche Jenseitsvorstellungen stehen hinter diesen Bräuchen stehen.

2019-10-19 - Marburg

Friedensweg der Religionen

gemeinsam unterwegs

Zum zehnten Mal fand am 19. Oktober 2019 in Marburg der Friedensweg der Religionen statt - eine Wanderung mit Präsentationen in Rathaus, Universitätskirche, neuer Moschee, Shambhala-Zentrum und Synagoge. Die Religionsgemeinschaften boten Einblick in Atmosphäre und Inhalte ihrer jeweiligen Religion. Thema: "Ökologische Verantwortung"

 

2019-09-06 - 4. Marburger Friedensforum - auf dem Lutherischen Pfarrhof in Marburg

2019-09-03 - "Musik" - Buddhistisches Shambhala Zentrum Marburg

2019-09-01 - Weltfriedenstag - auf dem Lutherischen Pfarrhof in Marburg

2019-06-25 - "Vielfalt der Religionen"- Ein Gang durch die Religionskundliche Sammlung

Gang durch die Religionskundliche Sammlung - Landgraf-Philipp-Str. 4 in der Marburger Oberstadt - mit Präsentationen von Studenten der Universität Marburg.

2019-05-14 - "Wie wird man Christ, Muslim, Buddhist, Baha'i, Jude ..." - Moschee, Bei St. Jost

2019-03-26 - "Glaube, Liebe, Lust" - Sexualität in den Religionen - Philippshaus

2019-02-05 - "Medizinische Ethik an der Grenze des Lebens" - Synagoge

2018-10-20 - Marburg

Friedensweg der Religionen

gemeinsam unterwegs

Zum neunten Mal fand am 20. Oktober 2018 in Marburg der Friedensweg der Religionen statt - eine Wanderung mit Präsentationen in Rathaus, Universitätskirche, neuer Moschee, Shambhala-Zentrum und Synagoge. Die Religionsgemeinschaften boten Einblick in Atmosphäre und Inhalte ihrer jeweiligen Religion. Thema: "Haus der Andacht - Was macht ein religiöses Zentrum zu einer religiösen und spirituellen Räumlichkeit"

 

2018-09-01 - "Friedensforum"

Am 1. September 2018, dem "Antikrigstag", fand auf dem Platz vor der Lutherischen Kirche St. Marien erneut ein "Marburger Friedensforum" statt, für das sich verschiedene Marburger Friedensgruppen engagieren - u. a. DGB, Attac, Pax Christi, Christliche Friedensinitiative, Marburger WissenschaftlerInnen für Frieden und Abrüstung. Neben einer Podiums-Diskussion gabt es die Möglichkeit zu informellem Austausch über Friedensfragen. Der Marburger Runde Tisch der Religionen beteiligte sich mit einem Stand, an dem u. a. weiterführende Literatur angeboten und zu Gesprächen eingeladen wurde.

2018-08-14 - "Politische Verantwortung der Religionen" - Historischer Rathaussaal - mit Gastredner: Prof. Dr. Rolf Schieder, Berlin

Religionen prägen das Leben von Individuen und Gesellschaften und erreichen mit ihrer Botschaft viele Menschen, sie vermitteln wichtige Werte wie Versöhnung, Menschlichkeit und Gerechtigkeit. In den letzten Jahren wurden sie jedoch häufig als Ursache von Terror, Gewalt und Unterdrückung dargestellt. Dabei haben Religionen den Anspruch, friedfertig zu sein und es gibt beeindruckende Beispiele religiös begründeter Friedensstiftung. Das konstruktive und verbindende Potenzial von Religionen will heute selbst das auswärtige Amt nutzen und verstärkt Religionsgemeinschaften als strategische Partner für z.B. die Friedensarbeit in den Blick nehmen sowie auf Religionsvertreterinnen und -vertreter zugehen und sie ermutigen, ihre Mitverantwortung für Frieden und Stabilität wahrzunehmen. In einer Zeit, in der die Welt im Umbruch ist, Ordnungen zerfallen und Konflikte pseudo-religiös aufgeladen und Ängste geschürt werden, gewinnen Religionsgemeinschaften als nichtstaatliche Akteure an Bedeutung. Die Säkularisierung mag ein gewisser Trend sein, der politische Einfluss von Religion generell wächst jedoch – gerade auch außerhalb Europas, deshalb sind Religionsvertreterinnen und -vertreter unverzichtbare zivilgesellschaftliche Ansprechpartner der Politik. Prof. Dr. Rolf Schieder machte hierzu deutlich, dass sich ein moderner Staat nicht bloß als Verwalter religiöser Pluralität betrachten, sondern um die politische Partizipation seiner religiösen Bürger werben sollte. Interreligiöse Kompetenz müsse – auch als Gewaltprävention – durch eine staatspolitisch durchdachte religiöse Bildung und "Theologie als Aufklärung über Religion" gefördert werden. .. U. a. wurde an diesem Abend die Frage, wie religiöse Menschen in der Politik Zeichen setzen können.

Prof. Dr. Rolf Schieder - Der Lehrstuhlinhaber für Praktische Theologie und Religionspädagogik an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin ist ausgewiesener Experte zum Thema der Politischen Verantwortung der Religionen und Sprecher des Forschungsbereichs für Religion und Politik – ein interdisziplinär arbeitender Forschungsverbund, in dem Vertreter aus den Politik-, den Rechts-, den Religions-, den Sozial-, den Erziehungswissenschaften und der Theologie zusammenarbeiten. Seine Forschungsschwerpunkte sind Religionspolitik und das Verhältnis von Religion und Recht. Der gebürtige Coburger wurde an der Ludwigs-Maximilians-Universität München 1986 promoviert und habilitierte sich dort 1994. 1994 bis 2002 war er Professur für Religionspädagogik und Religionsdidaktik an der Universität Koblenz-Landau. 2002 übernahm er die Professur in Berlin. Schieder ist ständiger Gastprediger am Berliner Dom. Wichtige Veröffentlichungen von Schieder sind: Civil Religion. Die religiöse Dimension der politischen Kultur (1992); Religion im Radio (1995); Wieviel Religion verträgt Deutschland? (2001), Sind Religionen gefährlich? (2011, 2. erw. Aufl.), Religion and Democracy. Studies in Public Theology zusammen Torsten Meireis (2017).

2018-02-06 - "Wünschen, Bitten, Beten"- im Stadtverordnetensaal Marburg

Podiumsgespräch mit dem Marburger Humanisten Dr. Joachim Kahl. Herr Kahl legt in seinen Veröffentlichungen engagiert religiöse Ungereimtheiten offen. Seine atheistische Philosophie ist gleichwohl dialogorientiert.

2017-10-21 - Marburg

Friedensweg der Religionen

gemeinsam unterwegs

Zum achten Mal fand am 21. Oktober 2017 in Marburg der Friedensweg der Religionen statt - eine Wanderung mit Präsentationen in Rathaus, Universitätskirche, neuer Moschee, Shambhala-Zentrum und Synagoge. Die Religionsgemeinschaften boten Einblick in Atmosphäre und Inhalte ihrer jeweiligen Religion. Thema: "Querdenker" - Im Monat des 500. Reformationsjubiläums beschäftgite sich der Friedensweg der Religionen mit Persönlichkeiten, die zu Reformen und den jeweiligen Religionen beigetragen haben.

2017-09-01 - Lutherische Pfarrkirche

Marburger Friedensforum am 1. September (Antikriegstag) - Flyer

2017-02-14 - Synagoge

"Monsieur Claude ...." - Interreligiöse Filmvorführung mit anschließendem Austausch

„Monsieur Claude…“ und seine Ehefrau Marie Verneuil, beide katholisch, leben in der französischen Provinz. Als ihre vier Töchter jeweils Männer aus einem anderen Kulturkreis und anderer Religionszugehörigkeit heiraten, hängt der Haussegen schief. Der Film ist ein amüsantes, multikulturelles Lustspiel. Rassismus, Borniertheit, Fremdenfeindlichkeit und Ignoranz werden entlarvt. So gewinnt der Film von Regisseur Philippe de Chauveron angesichts eines rechtsradikalen Front Nationale in Frankreich eine besondere Brisanz.

2016-11-29 - Historischer Rathaussaal Marburg

Podiumsgespräch / Präsentation und Austausch zum Thema Modernisierungsbewegung in den Religionen - 10 Jahre Runder Tisch der Religionen

Zum 10-jährigen Geburtstag schenkte der Runde Tisch der Religionen allen Interessierten ein besonderes Podiumsgespräch im Historischen Rathaussaal. Das Juiläum wurde eingeleitet mit einem Grußwort des Oberbürgermeisters Dr. Thomas Spies, es folgten Grußworte der Begründer des Runden Tischs der Religionen Pfarrer Hannes Eibach und Prof. Hans-Martin Barth, der im Anschluß zum Thema Modernisierungsbewegung in den Religionen und eine Gesprächsrunde leitete. Im Anschluss tauschte sich die Jubiläumsgesellschaft bei Getränke und Imbis aus.

2016-10-14/16 - Marburg

Interreligiöses Wochenende und Friedensweg der Religionen

 

gemeinsam unterwegs

Der siebte Friedensweg der Religionen - eine Wanderung mit Präsentationen in Rathaus, Universitätskirche, neuer Moschee, Shambhala-Zentrum und Synagoge - hatte 2016 das Thema "Erleben - Begegnen - Feiern". Er fand am 15.10.16 im Rahmen eines Interreligiösen Wochenendes statt . Die Religionsgemeinschaften boten Einblick in Atmosphäre und Inhalte ihrer jeweiligen Religion mit Kurzpräsentationen, Gebeten und Gesängen, Lesungen und Übungen, aber auch munteren Gesprächen während der Wanderung.

Als Projekt von "TRIPOLIS", einem Netzwerk Evangelischer Kirchengemeinden in Prag, Zürich und Marburg, und dem Runden Tisch der Religionen und unter der Leitung der Pfarrerin Katja Simon fand von Freitag bis Sonntag ein Interreligiöses Wochenende statt. Neben dem Friedensweg der Religionen am Samstagnachmittag wurde die Möglichkeit geboten, in vielschichtiger Weise miteinander in Kontakt zu treten, an Gebeten und Zeremonien teilzunehmen und bei den Religionsgemeinschaften ins Gespräch zu kommen: Freitagsgebet in der Moschee und Kabbalat Schabat ("Empfang des Schabbat") in der Synagoge; Sitzmeditation im buddhistischen Shambhala Zentrum und Vortrag mit Diskussion im Evangelischen Philippshaus (Thema: Welche Bedeutung hat der interreligiöse Dialo? Referentin: Ilona Klemens, Pfarrerin für interreligiösen Dialog, Frankfurt; abschließender Evangelischer Sonntagsgottesdienst in der Evangelischen Universitätskirche mit Gästern anderer Religionsgemeinschaften.

2016-07-12 - im Garten der Kugelkirche

Geprächsabend zum Thema Konvertiten - Übertritt in eine andere Religion

mit gemütlichem Beisammensein bei Speis und Trank - koscher/halal - Miteinander sprechen, speisen, sein

Was bewegt einen Menschen eine andere Religion anzunehmen? Konversion wird durch Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte geschütz, trotzdem ist Religionswechsel eine Prüfung für die Toleranz der Mitmenschen und häufig mit erheblichen Konsequenzen verbunden: Eine offene Gesprächsrunde mit einer Einführung durch den Religionswissenschaftler und christlichen Theologen Sören Rekel (mit biographischem Schwerpunkt).

2016-03-24 - Mahnwache am Rathaus Marburg/Marktplatz

Aus aktuellem Anlass: Mahnwache

am Donnerstag, dem 23. März 2016/18:00 ludt der Runde Tisch der Religionen aus Anlass der aktuellen Terroranschläge in Brüssel zu einer Mahnwache auf dem Marktplatz am Marburger Rathaus ein und bot damit eine Möglichkeit, gemeinsam Innezuhalten, der Opfer und ihrer Angehörigen zu gedenken, Solidarität mit ihnen und Abscheu vor den Tätern Ausdruck zu verleihen, zusammenzustehen über Religionsgrenzen hinweg, gemeinsam zu schweigen oder dem Entsetzen eine Stimme zu geben.

Terroranschläge, die nun auch in Europa nahe kommen, sind Anschläge auf die Demokratie und unsere Werte und dürfen keinen Anlass bieten um Stimmung zu machen gegen Flüchtlinge und Ausländer oder gegen den Islam. Vielmehr müssen wir ihnen unseren unverbrüchlichen Zusammenhalt in der Gesellschaft entgegensetzen.

Um es mit den Worten der ARD-Jounalistin Monika Wagener zu sagen: "Wer das Geschäft dieser Terroristen nicht unterstützen will, sucht jetzt erst recht den Schulterschluss mit allen friedliebenden Menschen - egal welcher Religion. Nur das kann den Sumpf trocken legen. Einen anderen Schutz gibt es nicht."

Lesen Sie hierzu das Grußwort - Link: Grußwort

Weitere Beiträge/Links: - Stadt Marburg - das-marburger.de - Filmbeitrag

2015-11-17 - Historischer Rathaussaal Marburg

Multireligiöse Räume

Deutschland ist religiös vielfältiger geworden. Der Wunsch nach adäquaten Gebets- und Andachtsmöglichkeiten wächst. In Institutionen wie Flughäfen, Universitäten oder Krankenhäusern, aber auch im Stadtteil können inter- und multireligiöse Räume eine Möglichkeit sein, den unterschiedlichen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. - Präsentation: Prof. Dr. Thomas Erne, Leiter des Institut für Kirchenbau und kirchiche Kunst der Gegenwart in Marburg.

2015-10-10 - Marburg

Friedensweg der Religionen

gemeinsam unterwegs

Zum sechsten Mal fand am 10. Oktober 2015 in Marburg der Friedensweg der Religionen statt - eine Wanderung mit Präsentationen in Rathaus, Universitätskirche, neuer Moschee, Shambhala-Zentrum und Synagoge. Die Religionsgemeinschaften boten Einblick in Atmosphäre und Inhalte ihrer jeweiligen Religion.

Das begleitende Thema "Flucht - Fremde - Heimat" fand in je individueller Weise Ausdruck. Die Wandere konnten Atmosphären bei den Religionsgemeinschaften und die Orte - erstmals auch die neue Moschee in der Straße St. Joost 17 - kennen lernen, sich austauschen und in Gesprächen während der Wanderung lernen. Troth aller Unterschiede haben die Marburger Religionsgemeinschaften ein gemeinsames Ziel: den äußeren und inneren Frieden. Spirituell wach zu sein heißt, sich aufzumachen, Schritte zu wagen, gemeinsam und auf einander zu; es heißt auch, den Austausch zu suchen und Erkanntes in die Tat umzusetzen. Während der gemeinsamen Stunden konnten Erfahrungen gemacht, Ansprechpartner kennen gelernt und neue Kontakte geknüpft werden.

2015-07-21 - Evangelische Kapelle St. Jost

Geprächsabend zum Thema Willensfreiheit - Macht und Ohnmacht des eigenen Willens

bei Gespräch, Getränken und Imbiss (koscher/halal) - Miteinander sprechen, speisen, sein

Mit dem Begriff des Willens wird in aller Regel ein Gefühl, der Eindruck oder die mehr oder weniger feste Überzeugung verbunden, in seinem Wollen frei zu sein. Was sagen die einzelnen Religionen zur Freiheit des Willens? Ist vielleicht alles vorherbestimmt und gibt es überhaupt keine Willensfreiheit? Oder ist es gerade ein Geschenk, dass sich der Mensch frei für das Gute und das Böse entscheiden kann? Wächst aus dem Willen Verantwortung? - Kurzen Stellungnahmen verschiedener Religionsvertreter und -vertreterinnen folgte das offene Gespräch zum Thema. Der lauen Gesprächs-Sommerabend auf Bierbänken im freien mündete in gemütliches beisammensein bei Getränken und Imbiss.

2015-05-19 - Historisches Rathaus Marburg

Öffentlicher Austausch zum Thema Wer braucht noch Religion

Alle Statistiken zeigen einen Rückgang der Mitgliederzahlen bei den großen Kirchen in Deutschland, Religionen werden für Konflikte und Krieg verantwortlich gemacht - Religion gilt unter manch Jugendlichen als „uncool“. Religiöse Menschen fragen sich: „Kann man überhaupt ohne Religion leben?“ Warum ist denn das Image von Religionen so angeschlagen? Welche Rolle spielt Religion eigentlich in meinem Leben? Braucht eine heile Gesellschaft Religion? Woher nehmen wir sonst Werte und Moral? - Diese und andere spannende und aktuelle Fragen wurden an diesem Abend nach einem Impulsreferat von Prof. Hans-Martin Barth - Mitbegründer des Runden Tisches der Religionen in Marburg und Autor des Buches „Konfessionslos glücklich“ (Gütersloh, 2013) - unter der Gesprächsleitung von Dr. Bilal El-Zayat diskutiert.

2014-10-11 - Marburg

Friedensweg der Religionen

 

gemeinsam unterwegs

Zum fünften Mal fand am 10. Oktober 2014 in Marburg der Friedensweg der Religionen statt - eine Wanderung mit Präsentationen in Moschee, Rathaus, Universitätskirche, Shambhala-Zentrum und Synagoge. Die Religionsgemeinschaften boten Einblick in Atmosphäre und Inhalte ihrer jeweiligen Religion.

Das begleitende Thema "Gemeinsam gegen Gewalt" fand in je individueller Weise Ausdruck in Gebeten und Gesängen, Lesungen und Übungen, gemeinsamen und einzelnen Gesprächen während der Wanderung. Ebenso wie mit Gesprächskreisen und Podiumsdiskussionen, wollen die Marburger Religionsgemeinschaften auch mit dem Friedensweg deutlich machen, dass sie trotz aller verbleibenden Unterschiede ein gemeinsames Ziel haben: den äußeren und inneren Frieden, zu dem sie auf unterschiedliche Weise beitragen. Spirituell wach zu sein heißt, sich aufzumachen, Schritte zu wagen, gemeinsam und auf einander zu; es heißt auch, den Austausch zu suchen und Erkanntes in die Tat umzusetzen. Während der fünf Stunden, die in der traditionellen jüdischen Laubhütte mit Speis und Trank ihren Abschluss fanden, konnten Erfahrungen gemacht, Ansprechpartner kennen gelernt und neue Kontakte geknüpft werden.

2014-06-15 - Begegnungs-, Spiel- und Spaßtag

Ein Begegnungsnachmittag der besonderen Art: Nicht im Alten Rathaus, auch nicht in einem der Religionszentren oder Gemeindehäuser, sondern auf dem Lutherischen Kirchhof in der Marburger Altstadt unter freiem Himmel begegneten sich Menschen, gleich welcher Religion, bei Essen (koscher, halal), Spielen, Quiz und anderen Aktivitäten.

2014-05-13 - Historisches Rathaus Marburg

Podiumsgespräch zum Thema "Glauben heißt nicht Wissen?"

Worin unterscheiden sich Glaube und Vernunft? Und wie hat sich das Verhältnis von Religion und Wissenschaft entwickelt? Schließen Glauben und Wissen einander aus? Mit einem Referat zu diesen Leitfragen hatte Peter Schüz vom Evangelischen Fachbereich Systematische Theologie das Thema eingeleitet. Vertreter des Christentums, des Buddhismus, des Judentums, der Bahá'í und des Islam kamen im Anschluss unter der Gesprächsleitung von Dekan Burkhard zur Nieden miteinander und mit dem Publikum ins Gespräch.

2014-01-28 - Historisches Rathaus Marburg

Podiumsgespräch zum Thema "Friedensfähigkeit der Religionen! - Wie kann religiöser Friede vor Ort zum Frieden in der Welt beitragen?"

Welche Rolle spielt das Thema Frieden in der Religion? Wie können Konflikte gelöst werden? Welche Bedeutung hat der Gedanke der Versöhnung? Welche Rolle spielt der interreligiöse Dialog in der Friedensethik? Welche Rolle spielt die jeweilige Geschichte in der Frage, wie friedensfähig die Religionen sind? Auf die Suche nach Antworten gingen Tahireh Audrey Panahi (Bahá'i), Dr. Gerhard Neumann (Christentum), Alissa Zouari (Islam), Prof. Hans-Martin Barth (Judentum) und Antonius Pothof (Buddhismus). Dabei stellten sie einzelne Persönlichkeiten in einem Kurzreferat vor: Bahà'i: Abdu'l-Bahá (1844 - 1921), Islam: Mohammad Asad (1900 - 1992), Christentum: Dietrich Bonhoeffer (1906 - 1945), Judentum: Schalom Ben Chorin (1913 - 1999), Buddhismus: Chögyam Trungpa Rinpoche (1939 - 1987)

2013-05-07 - Historisches Rathaus Marburg

Podiumsgespräch zum Thema "Adonai, Allah, Nirvana, Trinität - Woran glaubt, wer glaubt?"

Was bewegt mich bei meinem Glauben, bei meiner Religion, was finde ich schwierig? Worin besteht die innere Logik in meinem Glauben? Wie verhalten sich unsere verschiedenen Glaubensvorstellungen zueinander? Wie können wir trotz der offensichtlichen Unterschiede einander verstehen? Über diese Fragen referieren Herr Abuqadir Schabel aus Darmstadt (Islam), Hans-Peter Hulliger aus Gießen (Buddhismus), Prof. Hans-Martin Barth (Christentum), Herr Soheil Pezeshiki (Bahà'i) und Frau Monika Bunk (Judentum) aus Marburg unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Beinhauer Köhler, Religionswissenschaftlerin aus dem Fachbereich Evangelische Theologie an der Philipps-Universität Marburg.

2013-01-22 - Historisches Rathaus Marburg

Podiumsgespräch zum Thema "Der Streit um die Beschneidung - Judentum, Islam und die Beschneidung von Knaben"

 

 

Im Podium wurde der Verlauf der öffentlichen Diskussion wiedergespiegelt, in der der bisher selbstverständliche Usus der Religionsgemeinschaften in Frage gestellt wurde. Gleichzeitig wurde der Blick geweitet auf die Frage, ob die negative Religionsfreiheit des Kindes (nämlich davon, ohne Einverständnis beschnitten oder getauft zu werden) Vorrang vor der positiven Religionsfreiheit der Eltern (nämlich eigene kulturelle und religiöse Überzeugungen und Handlungen in die Erziehung einzubringen) hat. Unter der Moderation von Dekan Burkhard zur Nieden, der auch die evangelische Sicht zu dem Thema vertrat, diskutierten aus laizistischer, humanistischer Sicht der Philosoph Herr Dr. Dr Joachim Kahl, aus muslimischer Sicht die Arzt und Vorsitzende der muslimischen Gemeine Marburg Dr. Bilal Farouk El-Zayat und aus jüdischer Sicht der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Marburg, Herr Amnon Orbach.

2012-11-13 - Historisches Rathaus Marburg

Gesprächsabend zum Thema "Religiöse Identität und gesellschaftliche Integration. Ist Religion Integrationshindernis oder -hilfe?"

Menschen aus unterschiedlichen Religionsgemeinschaften mit Migrationshintergrund erzählten über ihre Erfahrungen, mit besonderer Betonung der Rolle der religiösen Gemeinde bei der Integration. Gemeinsam wurde über die Frage diskutiert: Ist Religion Integrationshindernis oder Hilfe? - Einschlägige Fachliteratur beschäftigt sich nahezu ausschließlich mit der Frage der Arbeitsmigration. Welche Rolle aber spielt die religiöse Gemeinde im Allgemeinen bei der Integration und wie stellt sich die Situation im Speziellen in Marburg dar? In Medien wird das Bild der Religiösität, besonders der islamischen, gleich gesetzt mit mangelnder Integration: die positive Seite der Religion wird dabei gerne übersehen. Leistet sie nicht vielmehr einen wichtigen Beitrag zur Integration?

2012-10-06 - Marburg

Friedensweg der Religionen

Zum dritten Mal veranstaltete der Marburger Runde Tisch der Religionen am 6. Dezember 2012 einen öffentlichen Friedensweg: Gemeinsam unterwegs zu den Orten verschiedener Religionsgemeinschaften Marburgs. Er begann um 17:45 Uhr in der Moschee am Marbacher Weg und führte über das Rathaus, wo sich die Bahá'í-Gruppe vorstellt, über die evangelische Universiätskirche und das buddhistische Shambhala-Zentrum zur Synagoge in der Liebigstraße, wo er gegen 22:30 Uhr endete. An allen Stationen gab es eine kurze Einführung in den Ort und repräsentative Textlesungen, Gebete oder Gesänge, die einen Eindruck von der Atmosphäre der jeweiligen Religion vermittelten. Auf dem gemeinsamen Weg konnten sich die Teilnehmenden über das Gesehene und Gehörte unterhalten und befragen. Einige Stunden unterwegs zu sein, ist anstrengend, aber es bietet mehr Möglichkeiten als ein Vortragsprogramm: konkrete Erfahrungen, direkte Ansprechpartner, neue Kontakte. Die Marburger Religionsgemeinschaften wollen deutlich machen, dass sie trotz aller verbleibenden Unterschiede ein gemeinsames Ziel haben: den äußeren und inneren Frieden, zu dem sie auf unterschiedliche Weise beitragen. Spirituell wach zu sein heißt, sich aufzumachen, Schritte zu wagen, gemeinsam und auf einander zu; es heißt auch, den Austausch zu suchen und Erkanntes in die Tat umzusetzen.

2012-09-11 - Historisches Rathaus Marburg

Podiumsgespräch zum Thema "Wirtschaftsethik der Religionen"

Welches spezielle kulturelle Erbe ist für die jeweilige Religion prädisponiert; welche Denkmuster bringen wir mit? Gibt es Beiträge aus der jeweiligen Religion für die heutige wirtschaftliche Situation, Ansätze, den Kapitalismus zu verändern? Was ist das Problem der Wirtschaftskrise aus Sicht der jeweiligen Religion, gibt es Alternaitven?

Über diese Fragen diskutierte das Publikum im Dialog mit folgenden Referenten: Dr. Jochen Gerlach (Studium der Theologie und der Volkswirtschaft, Promotion über Modelle der Verbindung von christlicher Ethik und Wirtschaftsheorien, Pfarrer und Wirtschaftsethiker, Referatsleiter des Referats Wirtschaft-Arbeit-Soziales im Landeskirchenamt der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck), Dr. Leila Momen (Steuerberaterin und Managerin im National Office Tax bei Ernst & Joung/Eschborn; mehrjährige Erfahrung in nationaler und grenzüberschreitender Transaktionsberatung; betreut seit 2009 der Projekt "Islamic Finance" für EMEIA Financial Services Tax), Dr. Jürgen G. Richter, Mitglieder im Vorstand des Landesausschusses der Jüdischen Gemeinden in Hessen, Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden, Diplom-Sozialgerontologe/ -Sozialpädagoge, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Frankfurt/Main), Karan Dehghani (Bahai).

2012-06-24 - Langenheim

Exkursion zum "Haus der Andacht" der Bahà'i Gemeinde in Langenheim

Jedes Jahr strömen über tausend Menschen zum Sommerfest der Bahà'i zum Haus der Andacht nach Langenhain, dem einzigen dieser Art in Europa. Kinderspiele, Künstlerprogramm, Literaturangebot, Gespräche, Gebete, Gesang und Meditation - all das findet statt in einer Atmospähe von Liebe und Achtung. Im Haus der Andacht wird das offenbarte Wort Gottes der verschiedenen Religionen vorgetragen, in der Hoffnung, dass jeder sich frei und eingeladen fühlt, zu kommen und zu beten. Die Bahái Gemeinde Marburg und der Runde Tisch der Religionen Marburg luden zu einem Ausflug zu diesem Sommerfest ein.(Link: "Haus der Andacht")

 

2012-03-27 - Philippshaus

Podiumsgespräch zum Thema "Opfer - Theorie und Praxis der Religionen" mit Referenten verschiedener Religionen: Bahà'i-Relition (Bil Herndon), Buddhismus (Antonius Pothof), Evangelische Kriche (Dekan Burkhard zur Nieden), Islam (Dr. Bilal El-Zayat), Judentum (Monika Bunk), Katholische Kirche (Dechant Franz Langenstein). Modation: Pfarrer Hannes Eibach

Das islamische Opferfest erinnert an Abraham, der nach den Überlieferungen der drei monotheistischen Religionen bereit war, seinen eigenen Sohn zu opfern. Im letzten Augenblick hielt er inne und schlachtete an seiner Stelle einen Widder. - Aus den Religionen kennen wir Lob-, Dank-, Bitt- und Sühneopfer. Doch schon in den prophetischen Schriften finden wir eine kritische Einstellung zum Opferwesen. So heißt es bei Hosea: "Ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer" (6,6) - Was für ein Verhältnis haben wir heute zum Opfer in unserer eigenen Religion und wie gehen andere Religionen mit diesem Thema um?

Ort dieser Veranstaltung: Philippshaus, Universitätsstr. 30 - 32, 35037 Marburg

2012-03-13 - Historischer Rathaussaal

Podiumsgespräch zum Thema "Islamischer Religionsunterricht. Modelle, Erfahrungen, Probleme" mit Referenten aus Wissenschaft, Praxis und Politik

Das Thema Islamischer Religionsunterricht wird seit Jahrzenten thematisiert und nimmt an Aktualität weiter zu. Unumstritten ist die Notwendigkeit der Einführung eines qualifizierten konfessionellen Religionsunterrichts für muslimische SchülerInnen. Mittlerweile gibt es die ersten Modellversuche in Niedersachen und Nordhrein-Westfalen. Es sprachen: Dr. phil. Tarek Badawia (Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Erziehungswissenschaften) - Eva-Maria El-Shabassy (Leiterin der Kommission "Islamischer Religionsunterricht" des Koordinationsrates der Muslime in Deutschland - KRM, Beirat zur Einführung und Durchführung des IRU beim Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, Köln) - Oberlandeskirchenrat Dr. Eberhard Stock (OLKR - Leiter des Dezernats Bildung, Vorsitzender der Theologischen Kammer der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Mitglied der Bildungskammer der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Kassel) Moderation: Dipl.-Pol. Stefffen Rink (Philipps-Universität Marburg, Fachgebiet Religionswissensschaft - REMID)

2011-11-25 - Philippshaus

"Interreligiöser Dialog - Voraussetzungen und Ziele"

Ein Gesprächsabend mit Bischof Martin Schindehütte, Bischof für Ökumene und Auslandsarbeit sowie Vizepräsident der EKD

"Religionen und Kulturen kommen durch moderne Formen der Mobilität und Kommunikation einander in einer Weise nahe und verwickeln sich ineinander wie niemals zuvor. Darin stecken große Gefahren, aber auch große Chancen. Unsere Wissen um Kulturen und Religionen, unsere Fähigkeiten zu profilierter und empathischer Begegnung, unser Wille zu gemeinsamem Handel angesichrts der globalen Überlebensherausforderungen sind eher bescheiden und ganz gewiss nicht zureichend. Wir brauchen dringend den Ausbau von Strukturen und Kompetenzen, die einen lebensdienlichen Dialog ermöglichen, der sich für die Dialogpartner nicht in Relativierung und Gleich-Gültigkeit aller Perspektiven verliert, sondern gerade jene Bindungen und Orientierungen im Glauben särkt, die zu einem engagierten und nachhaltigen Beitrag zu Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung bereit und in der Lage ist." (Martin Schindehütte über den notwendigen Dialog zwischen den Religionen, 2007) - artin Schindehütte ist Vizepräsident des Kirchenamtes der EKD und Leiter der Hauptabteilung "Ökumene und Auslandsarbeit der EKD". Seit 2006 nimmt er als Auslandsbischof der EKD auf seinen Reisen an zahlreichen ökumenischen und interreligiösen Begegnungen teil.

24.09.2011 - Marburg

Friedensweg der Religionen

Zum zweiten Mal veranstaltete der Marburger Runde Tisch der Religionen am 24. September 2011 einen öffentlichen Friedensweg: Gemeinsam unterwegs zu den Orten verschiedener Religionsgemeinschaften Marburgs. Er begann um 17:45 Uhr in der Moschee am Marbacher Weg und führte über das Rathaus, wo sich die Bahá'í-Gruppe vorstellt, über die evangelische Universiätskirche und das buddhistische Shambhala-Zentrum zur Synagoge in der Liebigstraße, wo er gegen 22:30 Uhr endete. An allen Stationen gab es eine kurze Einführung in den Ort und repräsentative Textlesungen, Gebete oder Gesänge, die einen Eindruck von der Atmosphäre der jeweiligen Religion vermittelten. Auf dem gemeinsamen Weg konnten sich die Teilnehmenden über das Gesehene und Gehörte unterhalten und befragen. Einige Stunden unterwegs zu sein, ist anstrengend, aber es bietet mehr Möglichkeiten als ein Vortragsprogramm: konkrete Erfahrungen, direkte Ansprechpartner, neue Kontakte. Die Marburger Religionsgemeinschaften wollen deutlich machen, dass sie trotz aller verbleibenden Unterschiede ein gemeinsames Ziel haben: den äußeren und inneren Frieden, zu dem sie auf unterschiedliche Weise beitragen. Spirituell wach zu sein heißt, sich aufzumachen, Schritte zu wagen, gemeinsam und auf einander zu; es heißt auch, den Austausch zu suchen und Erkanntes in die Tat umzusetzen.

 


2011-05-13 - Alte Universität Marburg

Friedensgebet der Religionsgemeinschaften im Rahmen des Rudolf-Otto-Symposions

Zur Tradition der Internationalen Rudolf-Otto-Symposien gehört - im Anschluss an einen christlichen ökumenischen Gottesdienst - ein Friedensweg im Kreuzgang der alten Universität Marburg, an dem verschiedene in Marburg aktiven Religionsgemeinschaften beteiligt sind. Die Teilnehmenden besinnen sich schweigend in jeweils ihrer Tradition auf ihre Verantwortung für Frieden und Verständigung. In den Ecken des Kreuzgangs halten sie inne, um auf Stimmen aus verschiedenen religiösen Traditionen zu hören. Der buddhistische Beitrag besteht in einer Bodhicitta-Kontemplation, der jüdische in Psalmenlesung; Muslime rezitieren Verse aus dem Koran; die Bahà'ì-Gemeinde beteiligt sich mit Gesang. - Die Rudolf-Otto-Symposien werden alle drei Jahre von den Fachbereichen Theologie und Religionswissenschaften der Philipps-Universität Marburg ausgerichtet. Sie sind dem Dialog der Religionen auf wissenschaftlicher Basis gewidmet.

Hinweis: Internationales Rudolf-Otto-Symposion 2011

2011-01-18 - Philippshaus

Prof. Dr. Edith Franke: "Verständigung zwischen den Religionen. Der Beitrag der Religionswissenschaften."

Informationen/Artikel

2010-09-25 - Marburg

Gemeinsam unterwegs. Friedensweg der Religionen in Marburg

Von der Omar-Ibn-Al-Khattab-Moschee über Bahá'i-Vorstellung im Rathaus, zu Christen der Evangelischen Universitätskirche und den Buddhisten des Shambhala Zentrums bis zur Synagoge der Jüdischen Gemeinde Marburg.

Informationen/Artikel

2009-03-24 - Unterer Rathaussaal

Interreligiöses Friedensgebet für Gaza

2008-05-04 - Universität Marburg

Friedensgebet der Religionsgemeinschaften im Rahmen des Rudolf-Otto-Symposions

Hinweis: Internationales Rudolf-Otto-Symposion

2008-04-16 - Adolf-Reichwein-Schule

"Jugendliche und Religion(en) - die Religiösität Jugendlicher?!"

Gesprächsrunde mit Schülern, Lehrern und Religionsvertretern

Informationen/Artikel

2007-11-23 - Synagoge und Kreuzgang der Alten Universität

Gemeinsames Friedensgebet

Gestaltet von den verschiedenen Religionsgemeinschaften

2007-10-07 - Historischer Rathaussaal

Podiumsdiskussion: "Warum miteinander reden?"

Marburger Religionsgemeinschaften im Gespräch mit Marburger Bürgern

 

Judentum gibt es seit über 700 Jahren, wovon die historische Synagoge am Obermarkt zeugt. Die heutige Jüdische Gemeinde wurde nach der Shoah im Jahre 1989 wiedergegründet. Zunächst hatte sie Räume am Pilgrimstein, aber im Jahre 2005 konnte sie ihre Synagoge im Südviertel einweihen.

Die Gemeinde hat zirka 350 Mitglieder und betreut insgesamt über 500 Menschen, davon viele Zuwanderer aus den GUS-Staaten. Außerdem ist sie Ansprechpartner für unzählige Gäste, insbeondere viele Schüler aus ganz Marburg und weit darüber hinaus.

jg-marburg.de

Jüdische Gemeinde Marburg - Liebigstr. 21a - 35037 Marburg - 06421/40743

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