Kommende Veranstaltungen


14.08.2018 - 19:30 h - im Rathaus/Historischer Rathaussaal

"Politische Verantwortung der Religionen" - Gastredner: Prof. Dr. Rolf Schieder, Berlin

Religionen prägen das Leben von Individuen und Gesellschaften und erreichen mit ihrer Botschaft viele Menschen, sie vermitteln wichtige Werte wie Versöhnung, Menschlichkeit und Gerechtigkeit. In den letzten Jahren wurden sie jedoch häufig als Ursache von Terror, Gewalt und Unterdrückung dargestellt. Dabei haben Religionen den Anspruch, friedfertig zu sein und es gibt beeindruckende Beispiele religiös begründeter Friedensstiftung. Das konstruktive und verbindende Potenzial von Religionen will heute selbst das auswärtige Amt nutzen und verstärkt Religionsgemeinschaften als strategische Partner für z.B. die Friedensarbeit in den Blick nehmen sowie auf Religionsvertreterinnen und -vertreter zugehen und sie ermutigen, ihre Mitverantwortung für Frieden und Stabilität wahrzunehmen.

In einer Zeit, in der die Welt im Umbruch ist, Ordnungen zerfallen und Konflikte pseudo-religiös aufgeladen und Ängste geschürt werden, gewinnen Religionsgemeinschaften als nichtstaatliche Akteure an Bedeutung. Die Säkularisierung mag ein gewisser Trend sein, der politische Einfluss von Religion generell wächst jedoch – gerade auch außerhalb Europas, deshalb sind Religionsvertreterinnen und -vertreter unverzichtbare zivilgesellschaftliche Ansprechpartner der Politik.

Prof. Dr. Rolf Schieder macht hierzu deutlich, dass sich ein moderner Staat nicht bloß als Verwalter religiöser Pluralität betrachten, sondern um die politische Partizipation seiner religiösen Bürger werben sollte. Interreligiöse Kompetenz müsse – auch als Gewaltprävention – durch eine staatspolitisch durchdachte religiöse Bildung und "Theologie als Aufklärung über Religion" gefördert werden.

Darüber und über die Frage, wie religiöse Menschen in der Politik Zeichen setzen können wollen wir an diesem Abend hören und mit dem Prof. Schieder diskutieren.

Prof. Dr. Rolf Schieder - Der Lehrstuhlinhaber für Praktische Theologie und Religionspädagogik an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin ist ausgewiesener Experte zum Thema der Politischen Verantwortung der Religionen und Sprecher des Forschungsbereichs für Religion und Politik – ein interdisziplinär arbeitender Forschungsverbund, in dem Vertreter aus den Politik-, den Rechts-, den Religions-, den Sozial-, den Erziehungswissenschaften und der Theologie zusammenarbeiten. Seine Forschungsschwerpunkte sind Religionspolitik und das Verhältnis von Religion und Recht. Der gebürtige Coburger wurde an der Ludwigs-Maximilians-Universität München 1986 promoviert und habilitierte sich dort 1994. 1994 bis 2002 war er Professur für Religionspädagogik und Religionsdidaktik an der Universität Koblenz-Landau. 2002 übernahm er die Professur in Berlin. Schieder ist ständiger Gastprediger am Berliner Dom. Wichtige Veröffentlichungen von Schieder sind: Civil Religion. Die religiöse Dimension der politischen Kultur (1992); Religion im Radio (1995); Wieviel Religion verträgt Deutschland? (2001), Sind Religionen gefährlich? (2011, 2. erw. Aufl.), Religion and Democracy. Studies in Public Theology zusammen Torsten Meireis (2017).

 01.09.2018 - Lutherische Kirche

"Friedensforum"

Am 1. September 2018, dem "Antikrigstag", findet auf dem Platz vor der Lutherischen Kirche St. Marien erneut ein "Marburger Friedensforum" statt, für das sich verschiedene Marburger Friedensgruppen engagieren - u. a. DGB, Attac, Pax Christi, Christliche Friedensinitiative, Marburger WissenschaftlerInnen für Frieden und Abrüstung. Neben einer Podiums-Diskussion gibt es die Möglichkeit zu informellem Austausch über Friedensfragen. Der Marburger Runde Tisch der Religionen beteiligt sich mit einem Stand, an dem u. a. weiterführende Literatur angeboten und zu Gesprächen eingeladen wird.

 20.10.2018 - 17:00 h - vom Rathaus/Historischer Rathaussaal aus

Friedensweg der Religionen

gemeinsam unterwegs

Eine Wanderung mit Präsentationen in Rathaus, Universitätskirche, Moschee, Shambhala-Zentrum und Synagoge.

Gemeinsam unterwegs, gemeinsam im Gespräch

Zum neunten Mal bereits veranstaltet der Marburger Runde Tisch der Religionen einen öffentlichen Friedensweg: Gemeinsam unterwegs zu den Orten verschiedener Religionsgemeinschaften Marburgs. Er beginnt um 17:00 Uhr im Rathaus, wo sich im historischen Rathaussaal die Bahá'í-Gruppe vorstellt, führt zur evangelische Universiätskirche und über die neue Moschee in der Straße Bei St. Jost 17 zum buddhistischen Shambhala-Zentrum und schließlich zur Synagoge in der Liebigstraße. Dort endet der Friedensweg nach einem abschließenden Rundgespräch gegen 21:00 Uhr.

Wer an den im Marburg lebenden Religionsgemeinschaften Interesse hat, ist eingeladen, sich dem Weg anzuschließen. An allen Stationen wird es eine kurze Einführung in den Ort und repräsentative Textlesungen geben. Dies wird einen Eindruck von der Atmosphäre der jeweiligen Religion vermitteln. Auf dem gemeinsamen Weg können sich die Teilnehmenden über das Gesehene und Gehörte unterhalten und befragen.

Vier Stunden unterwegs zu sein, ist anstrengend, aber es bietet mehr Möglichkeiten als ein Vortragsprogramm: konkrete Erfahrungen, direkte Ansprechpartner, neue Kontakte.

Die Marburger Religionsgemeinschaften wollen deutlich machen, dass sie trotz aller verbleibenden Unterschiede ein gemeinsames Ziel haben: den äußeren und inneren Frieden, zu dem sie auf unterschiedliche Weise beitragen. Spirituell wach zu sein heißt, sich aufzumachen, Schritte zu wagen, gemeinsam und auf einander zu; es heißt auch, den Austausch zu suchen und Erkanntes in die Tat umzusetzen.

Die Wegführung:

Der Friedensweg der Religionen beginnt im Rathaus und führt nach der anschließenden Universitätskirche als dritte Station zur neuen Moschee (Bei St. Jost 17), von dort zu Shambhala Zentrum (Auf dem Wehr 33) und Synagoge (Liebigstr. 21a).

 27.11.2018 - 19:30 h -  Moschee, Bei St. Jost 17, 35037 Marburg

"Kontemplation, Gebet und Spiritualität"

19:00 h Rundgang und Erläuterungen zu Mosche und muslimischer Gemeinde

 05.02.2018 - 19:30 h -  Synagoge

"Medizinische Ethik inden Religionen"

 

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